
In vielen, auch kleinen Städten, haben sich Initiativen mit der Benennungen von Straßen nach Personen beschäftigt. In manchen Städten hat das zur Umbenennung von Straßen geführt. In anderen Orten wurde zumindest die Debatte darüber angestoßen. Genau das war auch die Idee von hab8cht: Die Diskussion des Themas in Kerpen anzustossen. Es wurde nach Referent:innen für eine Impulsveranstaltung gesucht. Als Referent bot sich uns Sascha Düerkop an, der sich aus persönlichem Interesse mit dem Thema beschäftigt. Für diese Bereitschaft sind wir ihm sehr dankbar.

In seinem Vortrag am 17.06.2026 lernten die Interessierten, dass
- Straßennamen sich immer verändert haben
- von früher bis heute diskutiert wird, nach wem Straßen benannt werden

Sascha Düerkop brachte konkrete Beispiele von Straßenumbenennungen in Kerpen, teils aus praktischen, teils politischen Gründen wie z.B. nach der NS Zeit.
Unter den Anwesenden entstand ein Meinungsaustausch ob „kritische“ Straßen umbenannt werden sollen und wer an der Entscheidung über Straßennamen beteiligt werden soll. Auch wurde die Kontextualisierung von Straßennamen z.B. durch zusätzliche Infotafeln diskutiert.

Herr Düerkop hat es geschafft die Anwesenden für die Auseinandersetzung mit dem Thema zu motivieren und ein breites Basiswissen vermittelt.
Wir danken den anwesenden Teilnehmenden für ihr Interesse und Herrn Düerkop für seinen gut nachvollziehbaren Input zum Thema.
Herr Düerkop hat vor, drei Bürgeranträge in Kerpen zu stellen.
Der Erste fordert, alle nach Personen benannten Straßen systematisch mit Hilfe des Stadtarchivs zu prüfen und in drei Kategorien einzuteilen: unbedenklich, ambivalent, historisch belastet.
Der Zweite fordert, dass alle Straßen, die als historisch belastet bewertet werden, konsequent umbenannt werden.
Der Dritte fordert eine Richtlinie zur Benennung von Straßen.
Falls ihr/Sie, als Kerpener:in einen dieser Anträge von Herrn Düerkop unterstützen möchtet, kann hab8cht gerne den Kontakt herstellen.

