Vereinsvorstand des EL-DE Haus e.V. lehnt einstimmig Aufnahmeantrag der Kölner AfD-Fraktion ab

Die Erklärung des Vorstands des Vereins EL-DE-Haus, Förderverein des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, zum Antrag der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat, Mitglied des Vereins zu werden:


„…Der Vorstand des Vereins EL-DE-Haus e.V., Förderverein des NS-
Dokumentationszentrums der Stadt Köln, hat in seiner Sitzung vom 04.01.22 den Antrag der AfD-Fraktion im Kölner Stadtrat, Mitglied unseres Vereins zu werden, einstimmig abgelehnt.
Unser Verein steht seit seiner Gründung am 20.1.1988 für die
Aufklärung über die Entstehungsbedingungen des Nationalsozialismus, die Ursachen für die Verfolgung von Millionen Menschen und die vielfältigen Formen des Widerstands. Darüber hinaus setzen wir uns ein für die Aufarbeitung der über 1945 hinausreichenden Auswirkungen des Nationalsozialismus. Ein besonderes Augenmerk gilt allen Opfern des Nationalsozialismus. Mitglieder können nur diejenigen Personen und Institutionen werden, die die Ziele des Vereins unterstützen. Die AfD und ihre führenden Funktionäre stehen in ihrer praktischen Politik und ihren Aussagen über die NS-Zeit („Hitler und die Nazis sind
nur ein Fliegenschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher
Geschichte“) und deren Aufarbeitung („Denkmal der Schande“ über das Holocaust-Mahnmal in Berlin) diametral unserem Vereinszweck entgegen. Gemäß einer Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte (veröffentlicht am 7.6.2021) steht die AfD nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und elementarer demokratischer Grundsätze: „In der AfD sind rassistische, national-völkische Positionen Bestandteil ihrer Programmatik, ihrer Strategie sowie von Positionierungen durch Führungspersonen und Mandatsträger*innen“ und „richten sich so gegen die in Artikel 1 Absatz 1 Grundgesetz verankerten unabdingbaren Grundlagen der Menschenrechte.“Wir stehen für eine weltoffene, tolerante, soziale, pluralistische Gesellschaft und eine humane Migrationspolitik. Deshalb sind wir Gründungsmitglied der Initiative „Köln stellt sich quer“. Wir sind Teil antifaschistischer Bündnisse und Aktionen wie z.B. „Kein Veedel für Rassismus“. Wir verurteilen jede Form von Nationalismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus, Sexismus,Homofeindlichkeit und anderen Formen von Menschenfeindlichkeit.
..“

STOPP ANTISEMITISMUS Armbändchen im EL DE Haus erhältlich

Als Reaktion auf die zunehmenden antisemitischen Übergriffe und Angriffe auf Jüdinnen und Juden in Köln hat der EL-DE Haus e.V. ein Armbändchen mit der Aufschrift STOPP ANTISEMITISMUS herausgebracht, das allen, die ihre Solidarität bekunden wollen, zur Verfügung steht. Wir hoffen, dass die Bändchen von vielen Menschen getragen werden. Sie bekommen sie an der Museumskasse gegen eine kleine Spende in die Spendenbox.

@ichbinsophiescholl

Anlässlich des 100. Geburtstags von Sophie Scholl holt das Instagram-Projekt von SWR und BR die Widerstandskämpferin aus den Geschichtsbüchern ins Hier und Jetzt. Im Kanal @ichbinsophiescholl lässt die 21-jährige Sophie Scholl, gespielt von Luna Wedler, ihre User*innen hautnah, emotional und in nachempfundener Echtzeit an den letzten zehn Monaten ihres Lebens teilhaben.  mehr…

Nicht ohne uns 14 Prozent: Wahlrecht für alle in Deutschland lebenden Menschen

„…Wir werden stumm geschaltet. Unsere Stimmen werden nicht gezählt. Dabei haben wir Ideen. Wir haben Träume, die wir teilen möchten und kennen Wege, die zu mehr Gerechtigkeit führen. Wir haben Pläne für eine bessere Gesellschaft und ein Mitspracherecht in der Rettung unserer Umwelt. Wir haben all das und noch viel mehr! Trotzdem dürfen wir nicht mitmachen: wir dürfen nicht wählen…“

„…Wir sind Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft.  Wir leben, lieben, bezahlen Steuern und engagieren uns seit Jahren in Deutschland. Wir sind die 14 Prozent!…“

vgl.: Nicht ohne uns 14%

Meldeportal zur Erfassung antimuslimischen Rassismus ist online

Sind Sie Betroffene:r oder Zeug:in eines antimuslimischen Übergriffs oder einer Diskriminierung geworden? Melden Sie Ihren Fall – Machen Sie antimuslimischen Rassismus sichtbar!

Seit Juni 2021 ist das Meldeportal zur Erfassung antimuslimischen Rassismus online und befindet sich in der Pilotphase. Die über www.i-report.eu/melden erfassten Übergriffe und Diskriminierungen fließen in eine Datenbank mit dem Ziel, die Datenlage zu antimuslimisch motivierten Übergriffen und Diskriminierungen zu verbessern und damit das Ausmaß und die Dimensionen von antimuslimischem Rassismus sichtbar machen. Perspektivisch werden diese Daten durch die Fallzahlen von Beratungsstellen ergänzt und in einer gemeinsamen Datenbank zusammengeführt.

Unsere #Plakatwand „Wählen gehen für Demokratie“ zeigt Euer Gesicht

Vielfalt und Toleranz sind unverzichtbare Werte unserer Gesellschaft – dies ist eine der Grundüberzeugungen von hab8cht, deren Unterstützer*innen sowie vielen Kerpener Bürger*innen. Wir wissen, dem stimmen noch viele andere Menschen zu. Doch Zustimmung erzeugt nur dann eine positve Stimmung, wenn sie auch öffentlich gemacht wird. Deshalb möchten wir „Gesicht zeigen“ für Vielfalt, gegen Rechtspopulismus, Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Homophobie.

Die kommende Bundestagswahl ist eine gute Gelegenheit, mit dem Stimmzettel hierfür einzustehen!

Wählen gehen für Demokratie
Groß und Klein bei der Plakataktion

Eure Portraits sind für 2 Wochen unter dem Motto „Wählen gehen für Demokratie“ an der Plakatwand Ecke Hahnestr./Uhlandstr. zu sehen.

Zur Finanzierung der Fotos und der Plakatwand freuen wir uns über eine Spende (5-10 EUR), gerne persönlich oder per PayPal an hab8chtplakataktion2021@email.de

erfolgreicher Workshop gegen Stammtischparolen

hab8cht hat am 20.08.2021 mit 21 Teilnehmer:innen ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen in Kerpen durchgeführt.

Diskriminierung, Ausgrenzung, Rassismus und Sexismus begegnen uns fast tagtäglich in der Uni, auf der Straße, am Arbeitsplatz, im Verein oder in den Sozialen Netzwerken. Jede:r kennt Situationen, in denen Menschen, nur weil sie „anders“ aussehen oder „woanders“ herkommen mit Parolen und ausgrenzenden, diskriminierenden Sprüchen beschimpft werden. Ein Mitschüler wird mit dem N-Wort belegt, die Nachbarin erregt sich über „schmarotzende und kriminelle Ausländer“ und der Kumpel regt an doch darüber nachzudenken, ob eine Frau, die „so was“ anhat, nicht auch ein bisschen selbst schuld sei. Und wer hat noch nicht erlebt, dass es manchmal schwierig ist, solchen „Parolen“ etwas entgegenzusetzen?

Im Training „Argumentieren gegen Stammtischparolen“ mit Jürgen Schlicher, Diplom-Politologe mit Studienschwerpunkt Rechtsextremismus/Rassismus von www.diversity-works.de hat den Teilnehmenden geholfen in „Stammtisch – Stituationen“ zu bestehen und dazu ermutigt für mehr Respekt und eine demokratische Kultur im Umgang miteinander einzutreten.

In vielen praktischen Übungen als Rollenspiele konnten die Teilnehmenden die Reaktionsmöglichkeiten auf verschiedene Parolen trainieren und verschiedene rhetorische Werkzeuge und gemeinsam entwickelte Strategien anwenden.

Jürgen Schlicher hat die Inhatlte verständlich erklärt, alle Teilnehmenden waren begeistert und gehen argumentativ gestärkt in eine kommende Stammtisch – Situation.

Vielen dank an ASH-Sprungbrett e.V. als Projektträger

#Die Quellen sprechen

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 — 1945

Ausgangspunkt ist die 16-bändige Quellenpublikation „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“. Die Höredition wurde in der Kategorie „Beste verlegerische Leistung“ mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2016 prämiert.

Die dokumentarische Höredition des BR entsteht im Zeitraum von 2013 bis voraussichtlich 2021 und umfasst derzeit 14 Teile, 4 weitere sind in Planung. Zu hören sind diese als Podcast hier .

An der dokumentarischen Höredition beteiligten sich viele Holocaust-Überlebende aus der Zeit von den antisemitischen Aktionen in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtergreifung bis zum Holocaust, der sich über ganz Europa erstreckte. Sie gaben Opferdokumenten ihre Stimme. Die Dokumente wurden von Tätern, Opfern und Beobachtern verfasst; es sind Zeitungsberichte, Hilferufe, Verordnungen, Befehle, Privatbriefe und Tagebuchaufzeichnungen. Die Dokumente sind chronologisch angeordnet, um interpretierende und dramaturgische Abfolgen zu vermeiden. In ständig wechselnden Perspektiven wird ein repräsentativer Querschnitt durch alle Lebensbereiche bereitgestellt. In Gesprächen mit den Regisseuren und Mitarbeiter/innen der Höredition berichteten die Zeitzeugen von ihren eigenen Erfahrungen.

Historiker/-innen erläutern und diskutieren Forschungsfragen
und geben Hintergrundinformationen zum historischen
Geschehen.

Auf der Webseite die-quellen-sprechen.de wird die Dokumentation dauerhaft verfügbar sein. Darüber hinaus gibt es biographische Angaben zu den beteiligten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Unter dem Titel Diskurs werden zahlreiche Zusatzinformationen angeboten