hab8cht trauert

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hab8cht drückt hiermit den Opfern, den Angehörigen und Freund:innen der Opfer des feigen und menschenfeindlichen Gewaltanschlags am Rande des CSD in Berlin seine Solidarität und Anteilnahme aus. Diese Solidarität kann nichts ungeschehen machen. Sie macht keinen Menschen wieder lebendig, heilt keine seelischen oder körperlichen Verletzungen und tröstet kaum. Die Opfer sind für uns Auftrag in unserem Engagement nicht nachzulassen. Wir stellen uns klar auf die Seite der Betroffenen. Wir sprechen uns gegen jegliche Gewalt aus, egal ob strukturell, verbal oder körperlich. Dies gilt ohne Ausnahme. Weder dürfen Andersgläubige, Geflüchtete, Politiker:innen, Schiedsrichter:innen, Polizist:innen, queere Menschen …, noch irgendwer mit ihrer Angst und Bedrohung alleine gelassen werden. Wir bekennen uns zu einem solidarischen Miteinander in aller Diversität und gegen das Bestreben der menschenfeindlichen Akteure, die Gesellschaft in ein „Wir“ gegen „Die“ zu spalten. Wir wünschen uns die Möglichkeit einer fairen Teilhabe aller Teile der Gesellschaft um einer friedlichen und welterhaltenden Zukunft Willen. Wir stellen uns ganz klar gegen Dschihadismus, Antisemitismus, Rassismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Hetze. Die Antwort auf den menschenverachtenden Angriff auf die queere Community kann nicht eine entmenschlichende Debatte und ein ebensolches Handeln sein. Wir rufen alle auf, sich in diesem Sinne für mehr Menschenfreundlichkeit auf den Weg zu machen. Klare Kante gegen Hass, Hetze und Gewalt aber auch gegen die Gleichgültigkeit. Für ein solidarisches Miteinander.

Auch im Rhein-Erft Kreis kursiert Queerfeindlichkeit, die solche schrecklichen Taten befeuert. Seid auch im Rhein-Erft Kreis solidarisch in dem ihr zum Beispiel am 29.08.2026 am PRIDE in Brühl teilnehmt. Lassen wir unsere queeren Mitmenschen nicht alleine.

Veranstaltung zur Benennung von Straßen nach Personen

In vielen, auch kleinen Städten, haben sich Initiativen mit der Benennungen von Straßen nach Personen beschäftigt. In manchen Städten hat das zur Umbenennung von Straßen geführt. In anderen Orten wurde zumindest die Debatte darüber angestoßen. Genau das war auch die Idee von hab8cht: Die Diskussion des Themas in Kerpen anzustossen. Es wurde nach Referent:innen für eine Impulsveranstaltung gesucht. Als Referent bot sich uns Sascha Düerkop an, der sich aus persönlichem Interesse mit dem Thema beschäftigt. Für diese Bereitschaft sind wir ihm sehr dankbar.

In seinem Vortrag am 17.06.2026 lernten die Interessierten, dass

  • Straßennamen sich immer verändert haben
  • von früher bis heute diskutiert wird, nach wem Straßen benannt werden

Sascha Düerkop brachte konkrete Beispiele von Straßenumbenennungen in Kerpen, teils aus praktischen, teils politischen Gründen wie z.B. nach der NS Zeit.

Unter den Anwesenden entstand ein Meinungsaustausch ob „kritische“ Straßen umbenannt werden sollen und wer an der Entscheidung über Straßennamen beteiligt werden soll. Auch wurde die Kontextualisierung von Straßennamen z.B. durch zusätzliche Infotafeln diskutiert.

Herr Düerkop hat es geschafft die Anwesenden für die Auseinandersetzung mit dem Thema zu motivieren und ein breites Basiswissen vermittelt.

Wir danken den anwesenden Teilnehmenden für ihr Interesse und Herrn Düerkop für seinen gut nachvollziehbaren Input zum Thema.

Herr Düerkop hat vor, drei Bürgeranträge in Kerpen zu stellen.

Der Erste fordert, alle nach Personen benannten Straßen systematisch mit Hilfe des Stadtarchivs zu prüfen und in drei Kategorien einzuteilen: unbedenklich, ambivalent, historisch belastet.

Der Zweite fordert, dass alle Straßen, die als historisch belastet bewertet werden, konsequent umbenannt werden.

Der Dritte fordert eine Richtlinie zur Benennung von Straßen.

Falls ihr/Sie, als Kerpener:in einen dieser Anträge von Herrn Düerkop unterstützen möchtet, kann hab8cht gerne den Kontakt herstellen.