Meldeportal zur Erfassung antimuslimischen Rassismus ist online

Sind Sie Betroffene:r oder Zeug:in eines antimuslimischen Übergriffs oder einer Diskriminierung geworden? Melden Sie Ihren Fall – Machen Sie antimuslimischen Rassismus sichtbar!

Seit Juni 2021 ist das Meldeportal zur Erfassung antimuslimischen Rassismus online und befindet sich in der Pilotphase. Die über www.i-report.eu/melden erfassten Übergriffe und Diskriminierungen fließen in eine Datenbank mit dem Ziel, die Datenlage zu antimuslimisch motivierten Übergriffen und Diskriminierungen zu verbessern und damit das Ausmaß und die Dimensionen von antimuslimischem Rassismus sichtbar machen. Perspektivisch werden diese Daten durch die Fallzahlen von Beratungsstellen ergänzt und in einer gemeinsamen Datenbank zusammengeführt.

#Die Quellen sprechen

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933 — 1945

Ausgangspunkt ist die 16-bändige Quellenpublikation „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“. Die Höredition wurde in der Kategorie „Beste verlegerische Leistung“ mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2016 prämiert.

Die dokumentarische Höredition des BR entsteht im Zeitraum von 2013 bis voraussichtlich 2021 und umfasst derzeit 14 Teile, 4 weitere sind in Planung. Zu hören sind diese als Podcast hier .

An der dokumentarischen Höredition beteiligten sich viele Holocaust-Überlebende aus der Zeit von den antisemitischen Aktionen in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtergreifung bis zum Holocaust, der sich über ganz Europa erstreckte. Sie gaben Opferdokumenten ihre Stimme. Die Dokumente wurden von Tätern, Opfern und Beobachtern verfasst; es sind Zeitungsberichte, Hilferufe, Verordnungen, Befehle, Privatbriefe und Tagebuchaufzeichnungen. Die Dokumente sind chronologisch angeordnet, um interpretierende und dramaturgische Abfolgen zu vermeiden. In ständig wechselnden Perspektiven wird ein repräsentativer Querschnitt durch alle Lebensbereiche bereitgestellt. In Gesprächen mit den Regisseuren und Mitarbeiter/innen der Höredition berichteten die Zeitzeugen von ihren eigenen Erfahrungen.

Historiker/-innen erläutern und diskutieren Forschungsfragen
und geben Hintergrundinformationen zum historischen
Geschehen.

Auf der Webseite die-quellen-sprechen.de wird die Dokumentation dauerhaft verfügbar sein. Darüber hinaus gibt es biographische Angaben zu den beteiligten Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Unter dem Titel Diskurs werden zahlreiche Zusatzinformationen angeboten

Runder Tisch gegen Rassismus gegründet

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Der Runde Tisch gegen Rassismus will sich mit Aktionen, Debatten und Veranstaltungen für ein demokratisches und gleichberechtigtes Miteinander im Rhein-Erft-Kreis einsetzen. Das erste Treffen fand im November 2020 statt. Mit dabei waren verschiedene Organisationen, Initiativen und Vereine aus dem Rhein-Erft-Kreis, die gemeinsam aktiv gegen Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung und extrem rechte Einstellungen werden wollen. Beteiligt sind sowohl ehrenamtlich Engagierte wie auch Hauptamtliche, die sich von nun an monatlich treffen werden.

Zum Auftakt haben die Beteiligten eine Erklärung verfasst und unterzeichnet. Die Erklärung findet sich hier:

https://ada-rheinerft.de/angebote/runder-tisch-gegen-rassismus-im-rhein-erft-kreis/

Der Rhein-Erft-Kreis zeichnet sich durch seine diverse Bevölkerung aus. Viele Menschen haben persönliche und familiäre Einwanderungsgeschichten, welche die ehemalige Bergbauregion in vielerlei Hinsicht prägen und die durch die Region geprägt wurden. Seit einigen Jahren sind jedoch zunehmend rassistische und extrem rechte Stimmen bundesweit und so auch im Rhein-Erft-Kreis wahrzunehmen. Rassistische Anläge wie der in Hanau vor einem Jahr, sind auch das Ergebnis von Abwertung, Misstrauen und einer feindseligen Sprache. Allzu oft werden Menschen als Fremde wahrgenommen und behandelt, die hier geboren und aufgewachsen sind. Genauso sind Menschen die noch nicht so lange im Kreis leben auf verschiedenen Ebenen von Rassismus und Diskriminierung betroffen. Dem will der Runde Tisch entgegenwirken. In der Erklärung heißt es dazu:

„Uns ist dabei wichtig, dass all diese Phänomene als gesamtgesellschaftliche Herausforderung begriffen werden. So nehmen wir mit unseren Aktionen und Analysen explizit auch die so genannte Mitte der Gesellschaft in den Blick, die nach aktuellen Studien eindeutig auch rassistische und diskriminierende Strukturen aufweist.“

Das Ziel ist es, institutionellen und strukturellen Rassismus sichtbar zu machen, Alltagsrassismus zu thematisieren und gemeinsam die Stimmen zu erheben. Auch so soll extrem rechten Ideen und Bewegungen der Nährboden im Rhein-Erft-Kreis genommen werden, die versuchen, auch die subtileren Formen von Rassismus und Diskriminierung für ihre Zwecke zu nutzen und sich inhaltlich an bestehende Ressentiments anzuschließen.

Die Initiativen und Institutionen am Runden Tisch wollen gemeinsam ihre Stimmen gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form der Diskriminierung erheben und solidarische Strukturen für Betroffene schaffen.

Hierzu sollen zusammen mit der Zivilgesellschaft, Behörden, Personen aus der kommunalen Politik und Akteur*innen aus dem soziokulturellen Bereich Strategien entwickelt, diskutiert und umgesetzt werden. Der Runde Tisch ist ein dynamischer Ort des Austausches und der Veränderung.

Die Ideen der Menschen im Rhein-Erft-Kreis sind gefragt

Das Bündnis lebt vom Gedanken der Solidarität und dem Engagement seiner Mitglieder. Trotz Kontaktbeschränkungen kommen die Mitglieder des Runden Tisches regelmäßig online zusammen. Interessierte können sich gerne an die Koordination des Runden Tisches wenden.

Bei Fragen zum Runden Tisch gegen Rassismus wenden Sie sich gerne an

David Sieveking

Aktionsbündnis für Demokratiestärkung und Antirassismus / ASH-Sprungbrett e.V.

d.sieveking@ash-sprungbrett.de

Klatschen alleine hilft nicht

hab8cht unterstützt die Volksinitiative Gesunde Krankenhäuser in NRW.

Nicht erst seit dem letzten Jahr unter Einfluß der Corona Pandemie ist offensichtlich, dass das Gesundheitssystem krankt. hab8cht ruft dazu auf die Volksinitiative zu unterstützen und die Unterschriftenlisten zu füllen,

vgl.:https://gesunde-krankenhaeuser-nrw.de/

Durch eine Volksinitiative wird der Landtag aufgefordert, sich mit einem Gegenstand der politischen Willensbildung zu befassen. Wenn 0,5% der volljährigen, in NRW wohnhaften deutschen Staatsbürger*innen – das sind gut 66.000 Personen – unterschreiben, ist sie erfolgreich. Jede Unterschrift zählt!

hab8cht verfolgt aktuelle Ereignisse mit Trauer und Entsetzen

hab8cht ist tief betroffen und entsetzt über die jüngsten mutmaßlich islamistischen Terroranschläge in Deutschland, Frankreich und Österreich. Unsere Gedanken sind  bei den Betroffenen und ihren Angehörigen und Freund*innen.

hab8cht lehnt Gewalt – egal von welcher Seite sie ausgeübt wird – grundsätzlich ab!

Wir haben Angst, dass Muslim*innen oder Migrant*innen wegen der schrecklichen Terroranschläge unter Generalverdacht gestellt werden! Und wir wehren uns dagegen, dass die Taten Einzelner dazu genutzt werden, einen Generalverdacht gegen ganze Gruppen zu äußern.
Wir sind für einen offenen Diskurs in unserer Gesellschaft und setzen uns für den Austausch über unterschiedliche Religionen, Meinungen und Lebensentwürfe ein. Wir rufen eindringlich alle Akteure dazu auf, ihre Meinungen, unterschiedlichen Ansichten und Proteste auf friedlichem und gewaltfreien Weg vorzubringen.

habt8cht ruft Alle dazu auf, sich in dieser schweren Zeit gegen die gesellschaftliche Spaltung zu stellen und für ein friedliches Miteinander einzustehen.