Das Vermächtnis von Esther Bejarano – Lesung

Bis zuletzt suchte die deutsche Jüdin Esther Bejarano den Dialog mit Jugendlichen. Sie berichtete offen von ihren persönlichen Erfahrungen und Bedrohungen und beantwortete deren Fragen zur Verfolgung der Juden während der Nazidiktatur.

Es handelt sich um eine Lesung aus dem Buch NIE SCHWEIGEN von Esther Bejarano, gelesen von Brigitte Grothum.

Das bewegende letzte Interview mit Esther Bejarano ist vor einigen Wochen als Buch erschienen, es ist ein Aufruf: Es darf keinen Hass geben zwischen Völkern, zwischen Menschen – keine Intoleranz und keine Fremdenfeindlichkeit, keinen Antisemitismus und keinen Rassismus. Esther Bejaranos Vermächtnis: eine Botschaft an die Jugend. Weil sie im Mädchenorchester von Auschwitz Akkordeon spielte, überlebte sie das Konzentrationslager. Zwei Jahre war sie anschließend Zwangsarbeiterin im KZ Ravensbrück. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gelang ihr bei einem Todesmarsch die Flucht. Später wanderte sie nach Palästina aus und kehrte 1960 nach Deutschland zurück.

Als sie die Nazis wieder demonstrieren sah, begann sie, sich gegen den Rechtsextremismus zu engagieren. Zusammen mit ihrem Sohn Joram und ihrer Tochter Edna sang sie jüdische und antifaschistische Lieder und begleitete die Kölner Hip-Hop-Band Microphone Mafia auf Konzertreisen.

Esther Bejarano starb 2021 mit 96 Jahren. Ihr größter Wunsch ist es, dass sich viele Menschen finden, die die Erinnerung an das Grauen der Nazizeit lebendig halten und sich entschieden gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit stellen – mit diesem Buch trägt sie dazu bei!

Weitere Informationen unter:

Das Vermächtnis von Esther Bejarano

Filmvorführung: „Next station“

Filmvorführung: „Next station“ mit anschließendem Gespräch mit Director und Producer

16. August 19:0021:30

Im Rahmen der Ausstellung „Ein Apell an die Mitmenschlichkeit – zwischen Untergang und Hoffnung“ zeigen wir den preisgekrönten Kurzfilm Next Station.

Es geht in dem Film, um einen jungen Mann der aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. Die Zuschauerinnen und Zuschauer folgen ihm auf seinen Stationen von seinem Heimatland bis in die Gegenwart und bekommen einen Einblick in die Herausforderungen, die mit der Ankunft in Deutschland erst anfangen. Sensibel behandelt der Film Themen wie Depression, Heimweh, Zukunftsängste und Rassismus.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch statt mit dem Director Mohammad Alsheikh und dem Produktion Manager Ahmed Bazarto.
Damit sich alle sicher fühlen, bitten wir Euch zuvor einen Corona-Schnelltest / Bürgertest durchzuführen.

Eintritt frei.
Mehr Infos unter:
https://www.nextstationfilm.com/ und hier

Foto-Ausstellung: Ein Appell an die Menschlichkeit

Foto-Ausstellung: Ein Appell an die Menschlichkeit

15. August 16:0028. August 20:00

Impressionen zwischen Untergang und Hoffnung
mit Fotografien von Alea Horst

Es scheint für niemanden hierzulande mehr möglich, die Augen zu verschließen vor dem, was Menschen auf der Flucht erleben, erdulden, erleiden müssen. Medienberichte tendieren jedoch dazu, Erfolge der europäischen Flüchtlingshilfe durch die Politik lobend zu präsentieren, doch entspricht es den Realitäten?

Alea Horst ist ohne Scheu und Zögern dorthin gereist, wo ein Untergang von Mitmenschlichkeit sichtbar und fühlbar ist: Bosnien, Lesbos, Syrien, Afghanistan….

Sie zeigt mit ihren Fotografien die von ihr gesehenen und erlebten Realitäten und wie wichtig es ist, in der großen Masse den einzelnen Menschen nicht zu übersehen. Zwar sind die Fotos durch ihre Kamera entstanden und aus ihrem Blickwinkel heraus, doch lässt sie dem Betrachter die Freiheit, sich sein eigenes
Urteil zu bilden.

Eine Ausstellung von mehr als 120 Fotografien unterschiedlicher „Schauplätze“ mit erklärenden Texten erlaubt einen Gesamtblick auf die immer mehr zunehmende Brutalität im Umgang mit Flüchtenden und Geflüchteten, mit von unserer Gesellschaft Vergessenen.

Begleitet wir die Ausstellung von einem Rahmenprogramm rund um das Thema Fluchtursachen und Flucht.

Unter der Schirmherrschaft der stellvetretenden Bürgermeisterin Mülheims Annika Hilleke.

Eintritt frei

Infos hier

Stolpersteinverlegung in Sindorf

Stolpersteinverlegung in Sindorf

Am 24.09.2022, 10:00 Uhr findet die Verlegung von Stolpersteinen in Sindorf für die jüdischen Familien Nathan, Herrenstraße 65 und Kahn, Heppendorfer Straße 37 statt.

siehe auch hier

 

Im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen 2022 DUO DOYNA- Modern Klezmer Annette Maye (clarinets) – Martin Schulte (guitar)

DUO DOYNA- Modern Klezmer
Annette Maye (clarinets) – Martin Schulte (guitar)im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen 2022

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© Nadine Targiel

Annette Maye – Klarinette, Bassklarinette / Martin Schulte – Jazzgitarre

Das „Duo Doyna“ verbindet musikalische Welten. Temperamentvolle Frejlachs und schnelle Bulgar-Tänze aus der traditionellen ostjüdischen Festtagsmusik treffen auf stimmungsvolle sephardische Klänge aus dem Mittelmeerraum und auf jazzige Eigenkompositionen. Berührende und mitreißenden Klezmer-Melodien, die über Jahrhunderte hinweg mit den Bauerntänzen der ost- und südosteuropäischen Länder verschmolzen sind, wachsen in den virtuosen Improvisationen dieses Duos über sich selbst hinaus und verbinden sich mit Anklängen aus dem Jazz, Rock und Funk. „Meisterhafte Instrumentalisten“ schwärmt die Westdeutsche Zeitung über das Duo Doyna.
Anknüpfend an die Tradition einerseits, jazzig, frei und expressiv andererseits – in ihrem neuen Programm stellen Annette Maye und Martin Schulte erneut ihr hochvirtuoses Zusammenspiel und ihre feine, kammermusikalische Qualität unter Beweis. Das seit fast 15 Jahren existierende Duo spielt stets spontan, virtuos und mit unbändiger Spielfreude!

Der Name „Doyna“ bezieht sich auf die ursprünglich rumänische Hirtenmelodie „Doina“, welche Einzug in die Klezmer-Musik gehalten hat und bis heute ein unverzichtbarer Bestandteil jeder jüdischen Hochzeit ist: Rhythmisch ungebunden und melodisch frei bietet die klagende „Doina“ mit ihren Melismen, Sequenzierungen und Ruhepunkten den einstigen wie heutigen Klezmorim die Möglichkeit, ihren Gefühlen durch musikalische Improvisation intensivsten Ausdruck zu verleihen.

2021 ist die zweite CD des Duo Doyna unter dem Titel „Driftin`“ erschienen.

„Annette Maye (cl und bcl) und Martin Schulte (g) halten die Tradition des Klezmer lebendig, indem sie die Songs im klassischen Sinne eines Jazzmusikers behandeln, der populäre Songs als Vehikel für Improvisation, also Veränderung, benutzt und ihnen somit ein neues Klang-Gesicht gibt. Dabei bedienen sie sich des Vokabulars eines modernen Jazzmusikers, ohne die Stücke ins allzu Freie abgleiten zu lassen, und erhalten sogar ihren eigentlichen Charakter zweckgebundener Unterhaltungsmusik. Es darf getanzt werden!“

Temperamentvolle Frejlachs und schnelle Bulgar-Tänze aus der traditionellen ostjüdischen Festtagsmusik treffen auf stimmungsvolle sephardische Klänge aus dem Mittelmeerraum und auf jazzige Eigenkompositionen.

Vorverkaufsstellen:

Buchhandlung Bahn – Sindorf

Kerpener Spinnstube – Kerpen

www.jarss.de

und unter

Kolpingstadt Kerpen/Kultur 02237 58 279 kultur@stadt-kerpen.de

Preise:

Vorverkauf: 14 € zzgl. VVG

Mitglieder JARSS & Förderkreis Musik sowie Jugendliche (incl. 16 Jahre) 10 € zzgl. VVG

Abendkasse: 16 €

Jüdische Kulturwochen „Nicola Albrecht“ – Mein Israel und ich –

 


Nicola Albrecht – Mein Israel und ich – entlang der Road 90
Multi-Media-Lesung im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen 2022

Nicola Albrecht
© Nicola Albrecht

Kunibertus-Haus
Dürener Str. 275
50171 Kerpen

Ein außergewöhnlicher Roadtrip: Die ZDF-Korrespondentin Nicola Albrecht nimmt uns mit auf eine einzigartige Reise: auf der Road 90 von der libanesischen Grenze bis ans Rote Meer.

Vorverkaufsstellen: 

Kerpener Spinnstube – Kerpen

KÖB Blatzheim

Buchhandlung Wortreich – Horrem

und unter: Kolpingstadt Kerpen/Kultur 02237 58279 kultur@stadt-kerpen.de

Preise:

Vorverkauf: 15 € zzgl VVG

Abendkasse: 18 €

Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968

Ist möglicherweise ein Bild von Text „VOM "JUDENKNAX" ZU "QUEERS FOR PALESTINE" ANTISEMITISMUS IN DER DEUTSCHEN LINKEN SEIT 1968 mit Kira Rudolph & Alex Feuerherdt 03.06.2022 1930 Uhr Autonomes Zentrum Köln Bündnis gegen Antisemitismus Köln ASGA AG [cgn]“

Ein Podiumsgespräch mit dem Titel „Vom „Judenknax“ zu „Queers for Palestine“ – Antisemitismus in der deutschen Linken seit 1968″. Teilnehmen und diskutieren werden Alex Feuerherdt und Kira Rudolph.
Beginnen wird die Veranstaltung um 19.30 im Autonomes Zentrum Köln (Luxemburger Str. 93, 50939 Köln).